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Hier wird über außergewöhnliche Aktionen berichtet.
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Hörsaalvortrag an der HTWG: Der Urknall und die Gottesfrage (14.5.2009)
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Radtour um den Bodensee, Himmelfahrt 2009 (21.-23.5.)
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(Hier gibt es den Bericht über die Tour zu lesen. Zu den Kosten, verbrauchten Essensmengen etc. siehe die Zusammenfassung im Link-Bereich.)
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Tag 1
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Nachdem wir letztes Jahr schon eine Tour um den Obersee veranstaltet hatten, sollte es diesmal eine um den ganzen Bodensee werden - das muß man mal gemacht haben, wenn man in Konstanz studiert! Nach den damals gemachten, wenig erfreulichen Erfahrungen mit deutschen Campingplätzen wollte ich als Organisator diesmal aber schon vorab klären, ob wir als Studentengruppe aufgenommen werden würden. Nachdem sowohl der Platz in Ludwigshafen als auch der in Lindau/Zech mir sehr freundliche Zusagen gemacht hatten, konnte es daher losgehen. Mit ständig wechselnden An- und Abmeldungen war es hier eine große Hilfe, daß keiner der Plätze eine Reservierung mit genauen Zahlen wollte. Letzten Endes pendelte sich die Teilnehmerzahl dann bei 14 Leuten ein.
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Wie üblich hatten sich auch diesmal wieder schon im Vorfeld etliche Schwierigkeiten ergeben, die sich aber - wie auch das Campingplatz-Problem - auf wunderbare Weise nach einem etwas verzweifelten Sonntagabend-Gebet auflösten, als es auf die Tour zuging. Die Wettervorhersage versprach traumhaftes Sonnenwetter für den Himmelfahrts-Donnerstag, an dem wir losfahren wollten, und nur wenig schlechteres am Freitag. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr, wo Gott uns immer vor dem schlimmsten Unwetter bewahrt hatte, und den vor allem in der letzten Woche sehr ermutigenden Vorbereitungen wollte ich aber auch ganz klar darauf vertrauen, dass Gott uns wieder gutes Wetter schenkt. Am Mittwochabend zog ich dementsprechend ohne einen Blick auf das aktuelle Wetter mit dem Fahrradanhänger los und besorgte für 14 Leute Abendessen und Frühstück (rund 25 kg!), das in der Stadtmission zwischengelagert wurde.
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Als wir dann allerdings am Donnerstagmorgen aufwachten, regnete es in Strömen. Der erste Gedanke "Das darf nicht wahr sein!" ließ sich nicht völlig vom zweiten ("Gott weiß schon, was er tut") verdrängen, aber wir fanden uns trotzdem alle pünktlich um 8:30 Uhr mit Sack und Pack im Hof der Stadtmission ein; da hatte der Regen gerade mal wieder aufgehört. Da ich vergessen hatte, Fahrradvignetten zu besorgen, mußte PauliG nochmal losziehen und den SBB-Schalter im Bahnhof plündern. Außerdem verlor Kathrins Rad auf einmal Luft, so daß sie ihren Bruder noch mit einem neuen Schlauch losschicken mußte.
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Nachdem grundsätzlich geklärt worden war, daß wir die Tour auf jeden Fall versuchen wollten, Regen hin oder her, wurde das Essen und das Gemeinschaftsgepäck auf die verschiedenen Drahtesel und den Anhänger verteilt. Zwischenzeitlich war auch mal kurz die Sonne zum Vorschein gekommen, was wir als ein gutes Zeichen werteten. Nach einem kurzen Gebet um gutes Wetter und Bewahrung vor Unfällen und Pannen ging's dann los Richtung Tägerwiler Zoll. Mit von der Partie war außerdem noch Shannons Gruppe, die nur eine Tagestour um den Untersee machen wollte.
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Schnell zeigte sich auf der ersten Etappe nach Stein am Rhein, daß unsere Gruppe aus einer schnellen und einer langsamen Teilgruppe bestand. Schuld daran war vor allem Soultanas Drei-Gang-Fahrrad und die mangelnde Erfahrung mit langen Touren bei anderen. Durch das Festlegen von Wartepunkten alle paar Kilometer und recht ausgedehnte Pausen konnte dieses Problem jedoch weitgehend umgangen werden.
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In Stein, nach dem ersten Drittel der Tagesstrecke, gab es dann die erste längere Pause am Rhein mit kurzer Altstadtbesichtigung. Danach ging's weiter über die vermeintlich flache Strecke am Ufer entlang, über Gaienhofen. Die entpuppte sich dann jedoch als ausgesprochen anstrengende und hügelige Route, die gerade den Schwächeren alles abverlangte. In Radolfzell, nach dem zweiten Drittel der Strecke, verloren wir dann noch einen Teil unserer Gruppe aufgrund eines übersehenen Parkplatzschildes und hatten eine Weile damit zu tun, uns wieder zusammenzufinden. Letzten Endes konnten wir dann aber die Tagesradler glücklich verabschieden und unseren Weg Richtung Ludwigshafen fortsetzen.
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Bei Stahringen wurde das Wetter dann langsam etwas bedrohlicher; nach einem kurzen Impulskauf von 14 Landjägern auf einem örtlichen Hof versuchten wir schnellstmöglich den Campingplatz zu erreichen, da sich im Westen eine dunkle, stetig näher kommende Gewitterwand aufbaute. Letzten Endes erreichten wir ihn dann auch trocken und hatten noch genügend Zeit, die Zelte aufzubauen, Essen zu kochen und einen netten Abend zu verbringen (je nach Gusto mit einem Bierchen in der Zeltplatz-Kneipe, mit einem dort erstandenen Wein oder einem kleinen Spaziergang im Ried). Da wir alle ziemlich kaputt von der unerwartet bergigen Etappe waren, endete der Tag für uns jedoch recht bald, zumal es zwischendrin immer wieder leichte Regenschauer gab. Da jedoch kurz vor Beginn der Tour so viele Leute abgesagt hatten, konnten wir großzügig mit dem Schlafplatz umgehen...
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Tag 2
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Der zweite Tag begann ausgesprochen unsaft mit drei oder vier dicken Gewittern, die sich ab etwa 3:00 Uhr morgens über unserem Campingplatz entluden. Wie durch ein Wunder blieben aber alle Zelte weitestgehend dicht, sogar das altersschwache mit dem 50cm langen Riß im Überzelt. Trotzdem mußte der Zeitplan, der ein Frühstück um 8:30 Uhr und die Abfahrt um 9:30 Uhr vorsah, über den Haufen geworfen werden; im strömenden Regen wurde das Frühstück im Vorzelt des größten Zeltes vorbereitet, da die Gaskocher sonst nirgends betrieben werden konnten. Irgendwann kam dann aber auch wieder die Sonne durch (Kommentar von Katharina: "Ach, ich hab grad für ne halbe Stunde Sonne gebetet") und wir konnten letzten Endes sogar die Zelte und Handtücher trocknen lassen, bevor dann um halb zwölf die Tour weiterging. Der Zeltplatzbetreiber gewährte uns als Studenten sogar einen saftigen Rabatt. Allerdings sah das Wetter so instabil aus, daß wir erst in Meersburg entscheiden wollten, ob wir die Tour fortsetzen sollten.
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Die Etappe bis Meersburg war traumhaft - nicht zu heiß, kein Regen und kaum Steigungen. Dort angekommen, stieß dann PauliG wieder zu uns, der bei den Tagesradlern mitgefahren war. In der ausgedehnten Mittagspause mit Andacht, die wir am Fährhafen dann hatten, kam teilweise auch wieder die Sonne durch, so daß wir trotz Sturmwarnung die Tour fortsetzten. Das Unwetter, das wir an der anderen Seeseite beobachten konnten, wanderte an uns vorbei, so daß wir bis zu unserem Campingplatz hinter Lindau ohne Regen fahren konnten. Zwischendrin kamen zwar dunkle Regenwolken auf, die uns jedoch nur als Motivationshilfe dienten.
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In Lindau-Zech angekommen, wurde erstmal ein Trupp zum Spaghetti- und Frühstück-Einkaufen losgeschickt - es gab am Platz eine zentrale Gasküche, so daß wir zumindest die Tomatensauce nicht auf unseren kleinen Kochern heißmachen mußten. Überhaupt war der Platz ein Traum - wir waren direkt neben dem Kinderspielplatz untergebracht, konnten eine Tischtennisplatte als Tisch nutzen und waren von allen anderen Zelten weit weg. Wer nicht einkaufen war, genoß nach dem Zeltaufbauen und -flicken die Ruhe oder ging eine Runde in der kleinen Bucht am Platz schwimmen.
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Nach dem reichlichen Abendessen wurde dann die zweite Andacht gehalten und zur Gitarre gesungen. Der Abend klang dann am romantischen Seeufer bei einem Gläschen Wein oder Bier aus. Die lockere Wolkendecke verhieß eine ruhige und trockene Nacht.
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Tag 3
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Am nächsten Morgen erwartete uns ein so strahlend blauer Himmel und ein so herrlicher Sonnenschein, daß wir eine halbe Stunde vor dem geplanten Zeitpunkt schon frühstückten. Melle kam noch auf die geniale Idee, für jeden frische Brötchen zu besorgen, so daß wir ein echtes Schlemmerfrühstück genießen konnten. Von den Resten wurden noch Vesperbrote geschmiert, die Platzmiete bezahlt (wir bekamen wieder einen Studentenrabatt) und dann ging's auch schon wieder los, diesmal um elf Uhr. Alex erklärte sich dankenswerterweise bereit, den Anhänger auf dem letzten Abschnitt zu übernehmen, da ich selber am Abend vorher eine massive Heuschnupfen-Attacke erlebt hatte.
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Die letzte Etappe führte uns zunächst nach Bregenz, wo wir der Seebühne einen kurzen Besuch abstatteten. Hinter der Brücke nach Hard verloren die vorderen Fahrer allerdings die Nachhut aus den Augen, die ein entscheidendes Hinweisschild übersehen hatte und daher den direkten Weg zum nächsten Treffpunkt nahm. Auf diese Weise stand Sonja, die als Warteposten für die Nachzügler zurückgeblieben war, eine Dreiviertelstunde allein in der Gegend rum und unsere Weiterfahrt wurde drastisch verzögert. Als am Ende alle glücklich wieder eingesammelt waren, ging es durch das wunderschöne Naturschutzgebiet Rheinspitz weiter bis zur Grenze. Dort entschloß ich mich dazu,eine vermeintliche Abkürzung einzuschlagen, die nur leider mit massiven Höhendifferenzen verbunden war. Auf diese Weise war die Luft bei vielen schon nach weniger als der Hälfte der Gesamtstrecke raus und wir mußten eine längere Essenspause in Rorschach einlegen.
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Frisch gestärkt ging es dann aber ohne weitere Zwischenfälle unter strahlend blauem Himmel zurück nach Konstanz, nur unterbrochen von kürzeren Wartepausen. Schlußendlich schafften wir es kaputt, aber zufrieden um 19:00 Uhr in den Hof der Stadtmission.
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Fazit
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Daß die Tour so gut und für alle Beteiligten erfreulich verlaufen ist, haben wir in erster Linie Gottes Beistand in allen Bereichen zu verdanken. Das immer passende Wetter, das er jedesmal so gelenkt hat, daß unsere Tour davon unbehelligt bliebt (auch bei nächtlichen Gewittern), war fast schon ein Wunder und bestätigte die Erfahrungen vom letzten Jahr. Auch das völlige Fehlen von Pannen, Unfällen oder ähnlichem war ein Segen. Ich verstehe das gute Wetter am dritten Tag auch als eine Bestätigung, daß es richtig war, die Tour in Meerburg nicht abzubrechen, sondern sie im Vertrauen auf Gottes Hilfe fortzusetzen.
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